Einjähriger Beifuß – Die Wiederentdeckung einer Heilpflanze
Der einjährige Beifuß gehört zur Familie der Korbblütler und stammt ursprünglich aus China. Er wächst krautig, duftend und kann eine Höhe von bis zu 1,50 Metern erreichen. Seine gelb-grünen Blüten wachsen in Rispen und seine Blätter enthalten eine Vielzahl wertvoller Inhaltsstoffe wie Mineralstoffe, Aminosäuren, Vitamine und Bitterstoffe.
Verwendung Einjähriger Beifuß
Die häufigste Verwendung vom einjährigen Beifuß oder auch Artemisia annua ist in der traditionellen chinesischen Medizin und reicht mindestens 2000 Jahre zurück. Sie umfasst Anwendungen bei Verdauungsstörungen, Infektionen, Hautproblemen, Hämorrhoiden und Fieber. Die Pflanze kann auf verschiedene Arten genutzt werden, z. B. durch die Zubereitung von Tee, das Einnehmen von Kapseln oder die äußerliche Anwendung von ätherischen Ölen.
Insgesamt ist Artemisia annua eine faszinierende Pflanze mit einer reichen Geschichte und einem vielversprechenden Potenzial für die moderne Medizin. Ihre vielfältigen Anwendungen und ihre Wirksamkeit bei der Behandlung verschiedener Beschwerden machen sie zu einem wichtigen Bestandteil der Naturheilkunde und der alternativen Medizin.
Dosierung
Obwohl der einjährige Beifuß nicht als giftig gilt, sind bei der Dosierung Vorsichtsmaßnahmen geboten, da der Inhaltsstoff Artemisinin allergische Reaktionen und andere Nebenwirkungen hervorrufen kann. Schwangere, Stillende und Kinder sollten die Einnahme mit einem Arzt besprechen, um mögliche Risiken zu vermeiden.
Artemisia annua im Überblick
Artemisia annua, auch bekannt als der einjährige Beifuß, ist eine krautige Pflanze aus der Familie der Korbblütler. Ihr Name deutet bereits auf ihre Einjährigkeit hin. Sie hat kahle Stängel und bildet kleine gelbe Blüten in körbchenförmigen Rispen. Die Höhe der Pflanze variiert je nach Region zwischen einem halben und eineinhalb Metern. Die Blätter der Heilpflanze werden geerntet, oft schon vor der Blütezeit.
Die Pflanze ist hauptsächlich in sommerlich warmen Regionen mit einem höheren Niederschlagsanteil beheimatet. Dazu gehören weite Teile Chinas, der Norden Indiens sowie Rumänien und Bulgarien in Europa.
Alle, die einjährigen Beifuß von Juni bis September in der freien Natur sammeln möchten, finden ihn in Deutschland vor allem entlang der Elbe, wo er im Uferbereich nach dem winterlichen Hochwasser gedeiht. Vereinzelt findet man Artemisia annua auch an anderen Orten.
Der unbehaarte, braune Stängel des Einjährigen Beifußes ist meist völlig kahl. Mit den stark gefiederten, silbrig-grünen bis hellgrünen Blättern erinnert Artemisia annua an andere Artemis-Arten wie Wermut oder Ambrosia. Die Blätter werden gesammelt, kurz bevor die Pflanze in ihrer Blüte steht. In der Natur erreicht die einjährige Pflanze Größen zwischen einem halben bis einem Meter. In Kultur kann sie jedoch deutlich größer werden. Die vielen kleinen, gelbgrünen Korbblüten sind in Rispen angeordnet und zeigen sich ab August bis September. Wenn man sie zwischen den Fingern verreibt, verströmt die Pflanze einen auffallend aromatischen Duft. Die braunen, rundlichen Samen erreichen mit nur 0,6 bis 0,8 Millimetern Durchmesser im Oktober ihre Reife.
Inhaltsstoffe des einjährigen Beifußes
Der herausragende Inhaltsstoff des einjährigen Beifußes ist das Artemisinin. Dieser Wirkstoff wurde in den letzten Jahrzehnten intensiv erforscht und zeigt vielversprechende Ergebnisse in der Malaria- und Krebsbehandlung. Neben Artemisinin enthält die Pflanze noch weitere Inhaltsstoffen und verschiedene ätherische Öle. Diese zusätzlichen Inhaltsstoffe werden mit verschiedenen Wirkungen auf den menschlichen Körper in Verbindung gebracht, wie z.B. antioxidative Wirkung oder entspannende Eigenschaften bei Menthol und ätherischen Ölen.
Anwendung
In der Ernährung sind Artemisia-annua-Blätter reich an Eiweiß, einschließlich essenzieller und nicht-essenzieller Aminosäuren, und daher eine hervorragende Proteinquelle für Menschen mit einem erhöhten Eiweißbedarf wie Sporttreibende, Veganer sowie Kinder und Jugendliche im Wachstum. Die Pflanze bietet auch gesunde Fett- und Ölsäuren sowie Kohlenhydrate. Der einjährige Beifuß ist zudem eine Vitamin-E-Bombe und damit ein Superheld zum Schutz der Zellwände und zur Neutralisierung von Umweltgiften.
Der einjährige Beifuß hat sich heute über einen großen Teil Eurasiens verbreitet und wird aufgrund seiner außerordentlichen Heilwirkung weltweit angebaut und verarbeitet. Seit der Entdeckung des Wirkstoffs Artemisinin ist dieser eines der erfolgreichsten Mittel im Kampf gegen den multiresistenten Malaria-Erreger. Er verspricht auch neue Hoffnung bei der Behandlung anderer parasitischer Erreger sowie bei Viruskrankheiten wie HIV/Aids.
Heilende Anwendungen
Die Wirkung von Artemisia annua ist in der Traditionellen chinesischen Medizin seit mehr als 2000 Jahren bekannt. Entsprechend wird der einjährige Beifuß für seinen Einfluss auf die Immunabwehr sowie gegen fieberhafte Erkrankungen und Entzündungen eingesetzt. Wie bei allen Heilpflanzen wird stark diskutiert, ob eine medizinische Therapie mit dem isolierten Wirkstoff Artemisinin erfolgen sollte oder mit der gesamten Pflanze, in der viele verschiedene Inhaltsstoffe miteinander interagieren und sich gegenseitig in ihrer Wirkung unterstützen.
Dies sind neben Artemisinin über 600 gesundheitlich bedeutsame Wirkstoffe, darunter Flavonoide, Menthol, Cumarin, Thymol, Beta-Sitosterol und ätherische Öle. Die in der Pflanze enthaltenen Bitterstoffe unterstützen die Arbeit der Gallenblase, Leber und Bauchspeicheldrüse und machen den einjährigen Beifuß zu einem ausgezeichneten Verdauungsförderer. Artemisia annua hat einen auffallend hohen Oxygen-Radical-Absorbance-Capacity-Wert (ORAC), der die Fähigkeit beschreibt, freie Radikale einzufangen und somit antioxidativ zu wirken. So hilft der einjährige Beifuß dem Körper bei degenerativen Erkrankungen wie Rheuma oder Arthrose und kann ihn auch bei Diabetes, Krebs, Borreliose, Parasiten und Pilzbefall stärken.
Typische Anwendungen von Artemisia annua sind außerdem:
● Magenkrämpfe
● Menstruationsbeschwerden
● Blähungen
● Fiebrige Erkrankungen
● Durchfälle
Tee aus Einjährigem Beifuß
Die traditionelle und häufigste Art der Einnahme von einjährigem Beifuß ist als Teeaufguss. Dafür übergießt man ein bis zwei Teelöffel des getrockneten Krauts mit einer Tasse heißem Wasser (80 Grad) und lässt es zehn Minuten ziehen. Anschließend den Tee absieben und in kleinen Schlucken trinken. Der Tee kann ein- bis dreimal täglich getrunken werden. Es wird empfohlen, nach sechs Wochen Daueranwendung von Artemisia annua eine einwöchige Pause einzulegen, um einen Gewöhnungseffekt zu vermeiden. Danach kann die Therapie fortgesetzt werden.
Artemisia-annua-Tinktur
Der einjährige Beifuß kann auch als Tinktur eingenommen werden. Dabei werden zehn bis 50 Tropfen, je nach Krankheit, eingenommen. Durch den Alkohol als Lösungsmittel können auch die weniger wasserlöslichen Wirkstoffe ausgeschöpft werden.
Heimische Verwandtschaft: Der gewöhnliche Beifuß
Ein heimischer Verwandter von Artemisia annua ist der gewöhnliche Beifuß (Artemisia vulgaris). Es ist wichtig zu beachten, dass der einjährige Beifuß nicht mit dem gewöhnlichen Beifuß verwechselt werden sollte, der als Küchengewürz bekannt ist und hierzulande wächst. Artemisia vulgaris, wie der gewöhnliche Beifuß wissenschaftlich genannt wird, wird ebenfalls lindernde Wirkungen zugeschrieben, insbesondere bei Verdauungsbeschwerden und Völlegefühl. Allerdings fehlen diesem heimischen Gewächs einige der Wirkstoffe seines vorwiegend asiatischen Verwandten. Das für die Wirksamkeit gegen Malaria verantwortliche Artemisinin ist beispielsweise nur in geringerer Konzentration vorhanden. Eine Verwechslungsgefahr besteht jedoch nicht: Im Gegensatz zum einjährigen Beifuß, der tief gelbe Blütenstände hat, sind die des gewöhnlichen Beifußes weiß-grau, was eine einfache Unterscheidung ermöglicht.
Fazit zum einjähriger Beifuß
Der einjährige Beifuß (Artemisia annua) gilt als Wunderpflanze unter den Heilkräutern. Seine Inhaltsstoffe wirken antiviral, antibakteriell, fiebersenkend und blutstillend. Sie stimulieren das Immunsystem und haben dabei kaum bekannte Nebenwirkungen.
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