Ein Schwerpunkt liegt auf dem Obertongesang – einer faszinierenden Gesangspraxis, bei der scheinbar zwei Stimmen gleichzeitig hörbar werden. Durch gezielte Vokal-, Atem- und Wahrnehmungsübungen lernst du, die feinen Obertöne in deiner Stimme bewusst wahrzunehmen und zu aktivieren. In einer Welt voller Dauerbeschallung schärfen wir das Gehör neu und kommen zurück zu einem differenzierten, achtsamen Hören.
Der zweite Teil des Workshops widmet sich dem Human Beatboxing. Ohne Vorkenntnisse tauchst du direkt in die Praxis ein: Mit Stimmbändern, Lippen und Zunge entstehen Beats, Texturen und Sounds. Sprache spielt dabei keine Rolle – Rhythmus verbindet. Beatboxing ist niedrigschwellig, körperlich und sofort erfahrbar.
Ausgehend von der eigenen Klangwahrnehmung öffnen sich vielfältige Wege: von Drum-Grooves über Instrumenten-Imitationen und Naturgeräusche bis hin zu elektronisch anmutenden Sounds. In der Gruppe entstehen assoziative Klanglandschaften, in denen Gefühle hörbar werden und eine non-verbale Kommunikation entsteht – kreativ, verbindend und im gemeinsamen Flow.
Was ist Beatboxing?
Beatboxing ist eine Form der vokalen Musik, bei der Klänge, Rhythmen und Geräusche ausschließlich mit Stimme, Mund und Atem erzeugt werden. Percussion, Rhythmus und Geräuschklänge entstehen ohne Instrumente und sind leicht zugänglich, da keine musikalischen Vorkenntnisse erforderlich sind.
Gerade im inklusiven Kontext eignet sich Beatboxing besonders gut, da alle Teilnehmenden unabhängig von körperlichen oder kognitiven Voraussetzungen auf ihrem individuellen Niveau mitmachen können. Die unmittelbare Klangerzeugung fördert Wahrnehmung, Selbstwirksamkeit und gemeinsames musikalisches Erleben.
Über Edgar:
Edgar Wendt (geb. 1988 in Somalia) studierte Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis mit dem Schwerpunkt Musik an der Universität Hildesheim. Er bietet eigene Workshop-Formate in den Bereichen „Beatboxing – Stimme als Instrument“ und Obertongesang an. Seit 2007 ist er als Organisator transkultureller Projekte tätig und hat sich in dieser Zeit zu einem vielseitigen Entrepreneur, Netzwerker und Partner zahlreicher Institutionen entwickelt.
Mit seiner Band Makatumbe, die 2017 den Creole-Preis in zwei Kategorien gewann, geht er regelmäßig auf Tour und veröffentlichte kürzlich das zweite Album mit verschiedenen Gastkünstlern. Darüber hinaus begleitet er spontan DJs musikalisch und engagiert sich aktiv auf dem ökologischen Biobauernhof seiner Familie.
2018 schloss er das Masterstudium „musik.welt – Kulturelle Diversität in der musikalischen Bildung“ an der Universität Hildesheim ab. Seitdem ist er dort Modulbeauftragter und übernimmt einen Lehrauftrag für das Modul „Musik und Körper“ im Studiengang „musik.welt“. Seit jüngster Zeit liegt sein Fokus auf der Integration von Musik in Theaterproduktionen und der Förderung des harmonischen Miteinanders von Menschen durch Musik.





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